Die Jahre 1978 bis 2005
[Gründungsjahr 1978]
Anno 978 ... , so ließt man in alten Dokumenten, doch ganz so lange ist es nicht her. Wir spendieren noch eine kleine „1“ und beziehen uns zurück auf 1978. Also: Im Frühjahr Anno 1978, bei der Sitzung der Kommission Jugend, Kultur und Sport, regte Marianne Thomä die Gründung einer Trachtentanzgruppe an.
Im Mai hatte sie dann eine erste Gruppe unter der Leitung von Hilde Gutjahr ins Leben gerufen. 13 Kinder erlernten Tänze nach alter Sitte
in modernen Jeans und Shirts. Die Kunde davon machte rasend schnell die Runde durch ganz Breidenbach und schon nach drei Wochen war die Gruppe auf stolze 46 gewachsen! Im Laufe des ersten Jahres wollten fast 100 Kinder am Trachtentanz teilnehmen. Hiermit erfuhr Marianne Thomä die beste Bestätigung für ihr Vorhaben und machte sich daran weitere Personen ins schon rasende Boot zu holen. Unterstützt von Bürgermeister Artur Künkel, Hilde und Walter Gutjahr aus Marburg und Luise Sieben, gründeten sie die Trachtentanzgruppe Breidenbach 1978 e.V. Dies war genau am 24. November 1978. Erste Vorsitzende wurde natürlich Marianne Thomä. Damit war die erste Gruppe im Hinterland entstanden, die mit der Tracht des Breidenbacher Grundes tanzen wollte. Die Trachten selber waren nur in sehr begrenzten Anzahlen vorhanden und rochen noch sehr nach Mottenkugeln oder waren zerfressen.
Heute kann man sich nur sehr schwer vorstellen, welche Mühe es machte, unsere Breidenbacher Trachten für die verschiedenen Anlässe des Jahres vor dem gänzlichen Aussterben zu bewahren. Kaum jemand im Dorf war gewillt die noch vorhandenen Trachtenteile zur Verfügung zu stellen. Mühsam musste in Museen und Bibliotheken nach dem überlieferten Aussehen geforscht werden. Die originalgetreue Wiederherstellung zu erlernen war dann die nächste Wundertat. So konnte es losgehen die vielen Tänzerinnen und Tänzer traditionsgerecht einzukleiden. Nach den Sommerferien 1978 packte Breidenbach das Trachtenfieber und 52, wirklich zweiundfünfzig Frauen machten sich in vier Arbeitsgruppen daran die Trachtenteile wieder neu entstehen zu lassen. In unzähligen Arbeitsstunden stickte, strickte, nähte, häkelte und flechtete man.
Im Dezember, rechtzeitig als Weihnachtsgeschenk an den jungen Verein, hatte man 30 komplette Trachten fertig. – Uff, geschafft, dachte Marianne- Die Spinnstube war wiedergeboren und hatte mit Elisabeth Thomä, verstorben am 28.2.1999, Marianne Thomä, Maria Berghof, verstorben am 6.11.1995, Anna Eppel, Gisela Meyer, Luise Sieben und Annemarie Spiess hervorragende Kenner und Könner der Tracht des Breidenbacher Grundes. In 1983 brachte die Schneiderin Susi Hoffmann weitere sehr wichtige Sachkenntnis und Fleißigkeit hinzu. Sie erklärte sich spontan dazu bereit eine immense Anzahl blauer Röckchen zu nähen.
Die nun knapp einhundert als “Trachtenkinder“ zu Bezeichnenden wurden in drei Gruppen von den Tanzleiterinnen Frau Bartoschik, Frau Becker und Frau Gutjahr unterrichtet. Ihr Debüt gaben sie zur 5. Dorfolympiade auf dem Sportplatz am Hausberg. Im Dezember 1978 wurde der Nikolaus an der gemeindlichen Adventsfeier zünftig in Tracht begrüßt. Die ganz Kleinen zeigten als Schneeflocken und Blumenkinder ein Theaterspiel. Das erste sehr schwierige Jahr konnte nur mit der finanziellen und organisatorischen Unterstützung der Gemeindevertretung und -Verwaltung, an oberer Stelle sei hier Bürgermeister Artur Künkel erwähnt und den vielen ehrenamtlichen Helfern bewältigt werden. Der heutige Vorstand bedankt sich erneut bei allen.
[Ab 1979 wurden wir bekannt]
Der erste Besuch einer ausländischen Gruppe fand schon 1979 statt. Die Tanzgruppe aus Montpellier, Frankreich, war für 3 Tage zu Gast und zeigte ihre Tänze in zwei gut besuchten Veranstaltungen. Beim „Internationalen Folklore Festival" in Biedenkopf, was nach wie vor alle zwei Jahre im Landkreis veranstaltet wird, traf man eine Vielzahl von heimischen und ausländischen Gruppen. Weitere Kontakte wurden geknüpft und gepflegt.
Volkstanz und Brauchtum zu erhalten ist unsere Hauptaufgabe. Die Arbeit mit jungen Menschen wurde von Anfang an das Mittel zum Zweck. Freizeiten und Ausflugsfahrten, Theaterspiel und natürlich das Tanzen in Kinder- und Jugendgruppen bringt unserem Nachwuchs die heimische Kultur nahe und ermöglicht ihnen eine positive Sozialisation in der Heimat. Typisch für einen Jahresablauf waren damals Veranstaltungen wie Faschingsfeten, Discos, Fußball, Volleyball, Jazztanz, Rock and Roll, die Mitwirkung beim Breidenbacher Abenden, Altennachmittage, Nikolausfeiern und Sylvesterpartys.
Mit dem ersten Landeskindertreffen 1980 in Philippstal und dem Hessentag 1979 in Friedberg begann die regelmäßige Teilnahme des Vereins an solchen Veranstaltungen. Bei den Auftritten im Hessenpark in Neuanspach konnten wir uns auch einem größeren Publikum zeigen. Anfang der 80er Jahre kamen dann Gruppen aus Frankreich, Tschechien, Polen und anderen Ländern nach Breidenbach. Natürlich gab es Gegenbesuche, wobei die Fahrten nach St. Parquare in Frankreich herausragten. Die große Anzahl von Auftritten und das hervorragende Tanztraining durch Hilde Gutjahr, formten die Kinder und Jugendlichen zu einer auf hohem Niveau tanzenden Gruppe.
Die Aufnahme des Breidenbacher Vereins in die HVT, die Hessische Vereinigung für Tanz - und Trachtenpflege, ermöglichte eine Weiterbildung der Gruppenleiter und die regelmäßige Teilnahme an den Frühjahrs- und Herbsttagungen der HVT. Über 130 Mitglieder feierten das 5 jährige Jubiläum in 1983 mit einem Erntedankgottesdienst und einem Gruppenabend in der Sporthalle Wiesenbach.
Die Trachtentanzgruppe Breidenbach wurde 1984 mit der Ausrichtung des Landeskindertrachtentreffens beauftragt. Eine sehr große Herausforderung für Marianne Thomä. Inzwischen werden nur die nächstjährigen Hessentagsstädte hiermit betraut. Es kamen 13 hessische Kindertanzgruppen mit 450 Mitgliedern und sie verlebten bei schönstem Wetter zwei ganze Tage in Breidenbach. Höhepunkt war der Festzug durchs Dorf mit bunten Trachten und Motivwagen. In Anerkennung der geleisteten Arbeit wurde Marianne Thomä der Ehrenteller der Gemeinde Breidenbach überreicht.
Die Pflege von Volkstanz und Brauchtum trug schnell Früchte. 1985 gründete sich eine Seniorentanzgruppe. 16 Frauen fanden sich zum Volkstanz zusammen und hatten mit Frau Annemarie Maibach eine kompetente Tanzleiterin und mit Frau Erika Pfeiffer eine engagierte Gruppenführung. Die Auftritte der Seniorengruppe zeigen, dass auch bis ins hohe Alter hinein mit viel Elan getanzt werden kann. Volkstanz trägt dazu bei lange aktiv und beweglich zu bleiben. 1987 fanden sich 6 Paare und begannen mit Frau Ingrid Clös die ersten Tänze einzustudieren. Unablässig fleißig waren die Damen der Spinnstube nun mit Auswahl und Erstellung der Erwachsenentracht befasst. Die Frauen tragen rote Stülpchen, die Männer die Tracht von 1849 aus Niederdieten. Sie zeigt ein Leinenhemd mit gestickten Initialen, roter Samtweste, schwarzen Kniebundhosen und weißen Wollstrümpfen.
Kurz vor dem 10 jährigen Jubiläum in 1988 trat Marianne aus gesundheitlichen Gründen vom Amt der 1. Vorsitzenden zurück. Mit solch einem Führungsverlust sahen manche einem Ende der Trachtentanzgruppe entgegen. Das Jubiläum konnte noch auf der Basis der eingeleiteten Vorbereitung sehr harmonisch gefeiert werden. Die junge Erwachsenengruppe legte dabei ihren ersten Auftritt mit Bravur auf die Bühne. Am 2.11.1988 nahm Marlene Hummel († 14.12.2001) die Wahl zur neuen Vorsitzenden an. Der Verein war somit gerettet.
Die Jugendgruppe von Uschi Laskowski war nicht mehr tanzfähig. Die noch Tanzwilligen wurden von Ingrid Clös in die Erwachsenengruppe übernommen. Die anderen Gruppen tanzten weiter unter der engagierten Leitung von Hilde Gutjahr. Auftritte hatte man überwiegend in der näheren Umgebung, auf den Landeskindertrachtentreffen und den Hessentagen. Der Bauernmarkt in Marburg, das Dorffest, der deutsch-türkische Abend, die Breidenbacher Abende sowie das Theaterspielen auf den Nikolausfeiern und Altennachmittage waren die wichtigsten Termine der nächsten Zeit.
In 1990 frischte sich der Vorstand weiter auf und es ging alsbald schwungvoll weiter. Man fand talentierte Personen, die sich einer Tanzleiterausbildung widmeten. Ein Diplom erhielten inzwischen Ingrid Clös, Ute Schneider, Melanie Blöcher, Simone Irle, Peter Schneider, Nina Schneider, Rosel Theophel, Christine Pankalla und Rabea Pankalla. Stefan Schäfer aus Obereisenhausen, dem „Obergericht“ des Perftales, half den Erwachsenen als Tanzleiter aus und ist inzwischen ein richtiger Breidenbacher geworden, obwohl er noch in Niedereisenhausen wohnt. Da seit mehreren Jahren keine neue Kindergruppe für die 6 bis 10 Jährigen gegründet wurde und eine große Nachfrage bestand, entschloss sich Ute Schneider eine neue Gruppe zu initiieren. Die „Kids“ begannen 1992 mit 20 Kindern und standen 1993 erstmalig im Bürgerhaus Wiesenbach auf der Bühne. Da immer mehr Kinder hinzukamen, teilte sich die Gruppe in Kids I und Kids II auf. Rosel Theophel und Uschi Benner gründeten die „Minis“. In 1996 fusionierten sie dann mit der Jugendgruppe von Gabi Schmidt. Tanzleiterin war Hilde Gutjahr. Ganz im Zeichen des 15-jährigen Jubiläums stand das Jahr 1993. Mit einem Erntedank Gottesdienst und anschließender Vereinsfeier im BGH blieb man noch unter sich.
Am 8. Oktober fand dann der große Heimatabend in der Perftalhalle statt. Wir erhielten von den Trachtengruppen aus Weifenbach, Sterzhausen und Lauterbach einen überaus gelungenen tänzerischen Gruß. Die Weifenbacher Musikanten sorgten für eine gute Stimmung und viel Tanzschweiß bei den Gästen. Über 500 Teilnehmer waren begeistert. Ein besonderes Geschenk erhielt der Verein aus den Händen von Marianne und Erwin: eine kunstvoll mit Motiven bestickte Vereinsfahne. Sie begleitet uns seit dem zu allen Festzügen und Hessentagen.
In 1994 übernahm Simone Irle die Erwachsenengruppe aus den Händen von Ingrid Clös. Nina Schneider gründete mit Tobias Meyer eine neue Kindergruppe, „Die Minis“, die mit 18 Kindern gut tanzfähig war. Weiterhin wurde der Verein Mitglied im „AKIFF“, dem Arbeitskreis Internationales Folklore Festival. Seine Heimat ist in Cölbe. Hierdurch ergaben sich bald Kontakte mit vielen ausländischen Folkloregruppen.
Im November 1995 wurde Peter Schneider, der bis dahin schon seit fünf Jahren Stellvertreter von Marlene gewählt. Er leitete den Vorstand zusammen mit Klaus Pankalla, Ludwig Weber und Uschi Benner. Einer der Höhepunkte des Jahres 1996 war der Auftritt des Hessenquartettes um Uwe Henkhaus. Ein weiterer bahnte sich mit einem Auftritt der Jugendgruppe in Frankfurt an der Hauptwache an. Ein japanischer Geschäftsmann entdeckte die flotte Gruppe und bot ihr Auftritte in Japan an. Mit einem harmonischen Vereinsfest klang das Jahr aus. Mit einem Tanzwochenende, geleitet von Claus Schuchardt aus Thüringen, eröffnete das ereignisreiche Jahr 1997 seine Pforten. Hiermit übernahm Stefan Schäfer die tänzerische Leitung der Erwachsenengruppe.
Die Kids erlebten in Schuby an der Ostsee eine tolle Freizeit. Im Rahmen des AKIFFestivals hatten wir für eine knappe Woche Besuch aus dem slowenischen Metlika. Die 35 Personenwaren bei Gastfamilien untergebracht. Eine Besichtigung der Fa. Buderus, zwei Fahrten nach Marburg und Köln und eine unvergessene Veranstaltung in der kleinen Schulsporthalle wurden zum gemeinsamen Erlebnis. Ihr tänzerisches Temperament und die schwungvolle Musik gefielen den Zuschauern ungemein.
Nun wurde sie Wirklichkeit, die Japanfahrt! Dem großen Können und der Routine von Tanzleiterin Hilde Gutjahr und dem vollen Einsatz der Aktiven ist es zu verdanken, dass nach hartem Training alle Tänze von 4 auf 3 Paare umgemustert waren. Nachdem einen Musiker gefunden war, konnte die Reise im Juli beginnen. Von Frankfurt aus, über Tokio nach Osaka zum Freizeitpark Kronenborg. Jeden Tag waren 5 Auftritte angesagt, einmal in der Woche durfte man zum Kennenlernen des Landes umherfahren. Am meisten beeindruckt waren die Mitglieder vom Besuch in Hiroschima. Auch ein paar Worte auf Japanisch wurden gelernt. Beim obligatorischen Vereinsfest im November hörten wir dann von Nina und Tobias einen kurzen Reisebericht, der mit den Worten: “Watachitachi wa Hessen kasa kimasluta. Dohso watachitachi no show de atanosluini kudasai" eingeleitet wurde.
Das Jahr 1998 begann mit der Bewirtung des Neujahrsempfanges des Kreises Marburg-Biedenkopf in Cappel. Auch eine Fahrt nach Winterberg zum Schlittschuhlaufen wurde wieder durchgeführt. Die Spinnstube und die Jugendgruppe gestalteten einen Tag mit Volkstanz und Brauchtum auf dem Ausstellungsstand der HVT beim Hessentag in Erbach. Landeskindertrachtentreffen in Baunatal, die Einweihung der Kulturscheune in Holzhausen und das 2. Hinterländer Trachtenkindertreffen waren einige besondere Ereignisse. Getoppt wurden diese jedoch mit dem Fest des 20. Geburtstages in der Perftalhalle. Ein bunter Strauß farbenfroher Folklore und Musik wurde in unsere Erinnerung aufgenommen. Die Freundschaft zu den Wiesbachtaler Musikanten hatte sich so stark verfestigt, dass sie uns an diesem Abend ein Konzert schenkten. Soviel zu den ersten zwanzig Jahren Trachtentanz in Breidenbach.
[1998-2004]
Die Feierlichkeiten im Rahmen des 20-jährigen Vereinsjubiläums rückten immer näher. In diesem Zusammenhangwurde im Oktober der Film „Breidenbach – in Pago Pernaffa“ nach langen Jahren endlich wieder im Bürgerhaus vorgeführt. In vielen Szenen sind schließlich die Mitglieder der Trachtentanzgruppe Breidenbach zu sehen. Der große Heimatabend am 07. November 1998 in der Perftalhalle mit befreundeten Gruppen aus Röllshausen (Schwalm) und Gladenbach sowie den Wiesbachtaler Musikanten ist bei vielen noch heute in guter Erinnerung.
Vom 19. – 22. August 1999 feierten der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Arbeitkreis Internationales Folklore Festival (AKIFF) gemeinsam ihr 25-jähriges Jubiläum. Wir hatten die „Werrataler“ - eine Gruppe aus Dorndorf in Thüringen - zu Gast. Trotz gleichzeitig stattfindendem Burgfest in Biedenkopf und der 700-Jahrfeier in Oberdieten war der Folkloreabend am 20. August im Bürgerhaus gut besucht. Die 30 Tänzerinnen und Tänzer, die bei 15Gastfamilien gut untergebracht waren, zeigten sowohl faszinierende Tanzkultur aus Thüringen als auch mit „Schottisch-Line“ und „Irish-Folk“ hochwertige internationale Volkstanztradition.
Nachdem nun in Breidenbach freundschaftliche Bande geknüpft wurden, war es selbstverständlich, dass die Jugend- und Erwachsenengruppe auf Einladung der Werrataler zum 7. Internationalen Trachtenfest vom 23. - 25. Juni 2000 nach Bad Salzungen in Thüringen reiste. Die Auftritte auf der großen, überdachten Bühne am Marktplatz der Kur- und Kreisstadt Bad Salzungen mit Gruppen aus Russland, Rumänien und natürlich Deutschland waren ein tolles Erlebnis.
Im Sommer wurde der Wunsch vieler Breidenbacher nach einer neuen Kindergruppe so groß, dass Rabea und Christine Pankalla eine neue Kindergruppe gründeten. 27 Kinder, 25 Mädchen und 2 Jungen, wollten tanzen - so viele wie nie zuvor. Da die vorhandenen Kindertrachten nicht ausreichten, fertigte die Spinnstube schnell zusätzliche an. Bereits im November 2000 hatten sie ihren ersten Auftritt und im Sommer 2001 ging es auf Große Fahrt. Sie fuhren zum 8. Kinder Tanz- und Musikfest nach Dorndorf zu „unseren Werratalern“. An dieser Stelle sei auch nicht zu vergessen, dass unser Tanzleiter Andreas Runkel seit einem Jahr ebenfalls eine Kindergruppe leitet.
Nachdem Peter Schneider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stand, wurde Klaus Kamm im Juni 2001 zum neuen 1. Vorsitzenden der Trachtentanzgruppe Breidenbach gewählt. Zu unserer Freude tanzt Peter aber weiterhin in der Erwachsengruppe aktiv mit.
Zum 50. Geburtstag der Hessischen Vereinigung für Tanz und Trachtenpflege fand am 08. April 2001 im Marburger Landgrafenschloss eine Festveranstaltung statt. Mitglieder aus unseren Reihen beteiligten sich bei der Bewirtung der Gäste. Felicia Weber und Andreas Runkel trugen gemeinsam mit Paaren aus dem gesamten Gebiet der HVT (Hessische Vereinigung für Tanz und Trachtenpflege) durch einen äußerst gelungenen Tanzauftritt besonders zum Gelingen dieser Geburtstagsfeier bei.
Etwas später – nämlich Anfang Juni 2001 – wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der HVT im Hessenpark im Taunus ein Hessenfest veranstaltet. An zwei Tagen konnten auf 3 Bühnen jeweils 18 Gruppen ihr Können zeigen. Auch das Brauchtum kam zu solch einem Anlass natürlich zu nicht zu kurz, denn auch unsere Spinnstube beeindruckte die Besucher mit ihrem farbenfrohen Stand und ihren handwerklichen Künsten.
Im August 2001 hatten wir im Rahmen des Internationalen Folklorefestivals selbst keine Tanzgruppe in Breidenbach zu Gast. Dennoch luden
wir gemeinsam mit den Gruppen aus Breidenstein und Biedenkopf zu einer Open-Air-Folklore- Veranstaltung am Perfstausee in Breidenstein ein. Sicher hat dieser laue, warme Sommerabend dazu beigetragen, dass es ein unvergessliches Erlebnis war.
Anlässlich der Vereinsfeier am 11.11.2001 wurde Peter Schneider für seine Verdienste um die Trachtentanzgruppe gewürdigt und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dies beschloss man dann offiziell bei der nächsten Jahreshauptversammlung. In der gleichen Sitzung wurde außerdem seine Frau Ute zur Ehrentanzleiterin benannt. Neben der Vielzahl der mittlerweile schon traditionellen Veranstaltungen im Laufe eines Kalenderjahres sind im Jahr 2002 im Juni der stehende Festzug zur 700-Jahr-Feier in Roth bei Weimar mit Kindergruppe, Kids 2 und Spinnstube zu erwähnen.
Am Hessentag in Idstein im Juni 2002 haben die Jugend-, Erwachsenengruppe sowie die Spinnstube teilgenommen. Im August war die Erwachsenengruppe beim Goßfeldener Grenzgangsfest und beim Breidensteiner Oktoberfest am Schloss anwesend.
Im Jahre 1996 haben die Frauen der Erwachsenengruppe große Einhand-Schwingfahnen genäht. Seit November 1996 wurde dann in sehr lockeren Abständen von einigen Männern des Vereins das Schwingen der Deutschen Reihe, eine aus dem Mittelalter überlieferte Abfolge von Schwingbildern, erlernt. Zum Hessentag 2001 in Dietzenbach kam dann von der Fahnenschwingergruppe der HVT die Anfrage, ob nicht die Breidenbacher Fahnenschwinger mit im Festzug gehen wollen. Somit sind wir auch in 2002 in Idstein und in 2003 in Bad Arolsen vertreten gewesen. Am Dorffest 2001 hatten wir eine Vorführung in der Dorfmitte.
Seit 2003 können wir auch wieder zwei neue Tanzleiterinnen in unserem Verein willkommen heißen. Rabea und Christina Pankalla haben im Frühjahr dieses Jahres ihr Diplom nach einer erfolgreichen Teilnahme am Tanzleiterlehrgang erhalten.
Auch im Laufe des Jubiläumsjahres war die Trachtentanzgruppe natürlich wieder bei zahlreichen Festen, Veranstaltungen beteiligt, wie z. B. das 10. Internationale Tanz - und Musikfest in Bad Salzungen, das Jubiläum der Weifenbacher Trachtengruppe, die 750-Jahrfeier in Puderbach, die Jubiläumskirmes anlässlich des 95-jährigen Bestehens der Burschenschaft Reitz, die 900-Jahrfeier der Steffenberger Ortsteile, Jubiläum der Trachtentanzgruppe Breidenstein, unser eigenes Dorffest und viele mehr. Nicht vergessen sollte dabei die Spinnstube werden, die in diesem Jahr zum 22. mal am Hessentag teilnahm. Außerdem war der Verein im Sommer abermals aktiv bei der Ausrichtung des Interkulturellen Folklore Festivals beteiligt.
Bei all unseren Aktivitäten dürfen wir natürlich unsere Seniorengruppe nicht außer acht lassen. Leider können einige Tänzerinnen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an den Übungsstunden teilnehmen. Klaus Kamm, der die Gruppe seit Anfang des Jahres 2003 betreut, hofft weiterhin auf Zuwachs in den Reihen der emsigen Seniorinnen. Immerhin haben Sie in den vergangenen Jahren mit den jeweils meisten Auftritten die Trachtentanzgruppe Breidenbach würdig vertreten.
Im Jahr 2003 feierten wir unser 25-jähriges Bestehen mit vielen befreundeten Tanzgruppen. Am 1. August 2003 nahm die Trachtentanzgruppe Breidenbach den "Arbeitskreis Historik" herzlich in seinen Reihen auf.
Seit November 2004 findet man die Trachtentanzgruppe Breidenbach auch im Internet!
Im März 2005 bekam unsere Trachtentanzgruppe neuen Kinderzuwachs. Eine Kindergruppe aus vorerst 19 Mädchen wurde neu gegründet. Erstmals übernehmen vier aktive Jugendliche, als Tanz- und Gruppenleiter, schon mit 15 Jahren eine neue Tanzgruppe.
gez. Klaus Kamm Änderungen durch Jean-Pierre Papstein
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