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Berichte & Rückblicke

      Fahrt nach Hamburg
      Spinnkurs mit Anna Eppel
      Landeskindertrachtentreffen 2005
      Dorffest Breidenbach 2005

Hamburg - Ein Ausflug der Jugendgruppe
[geschrieben am 05. Juni 2002 von Jean-Pierre Papstein]

Es war eine lange Busfahrt und ein hartes Wochenende, aber für das Programm und das Musical ‚Der König der Löwen' hätten wir jedes Hindernis überwunden.

Vor nicht all zu langer Zeit hatten wir uns zusammen überlegt endlich mal wieder etwas Neues in unserer Gruppe zu machen. Dann kam uns die Idee ein Musical aufzuführen. Doch wie sieht so etwas eigentlich aus? Die Meisten von uns hatten noch nie zuvor ein Musical gesehen und so entschlossen wir uns eine Fahrt nach Hamburg zu organisieren um das dort aktuell laufende Musical ‚Der König der Löwen' zu sehen.
Insgesamt habe ich die Tage noch ungefähr in folgender Reihenfolge in Erinnerung: Busfahrt, Ankunft, Stadtrundfahrt, Hotelaufenthalt, Musical, Ausgehen, Schlafen, Frühstück, Fischmarkt, Stadtrundfahrt, Heimreise.
Wir waren alles sehr interessiert an den Informationen, die uns die Einzelnen Stadtführer gaben, mussten jedoch feststellen, dass es nicht sehr viel Gutes über Hamburg zu erzählen gab. "Bitte liebe Stadtführer, so schlimm ist eure Stadt doch auch nicht, oder?"
Das Musical wurde wiederum unterschiedlich aufgenommen. Die Einen sagten: Wow, super. Die Anderen meinten es war viel zu Nah am Film, es wurde viel zu viel gesprochen und die Bühnentechnik war mittelmäßig. Na ja, möchte man es genau wissen, muss man sich wohl ein eigenes Bild machen.
Die anschließende Nacht war meiner Meinung nach viel zu kurz, aber wir waren alle schnell wieder wach als ‚Der Tag der Erkenntnisse' (14-04-2002) startete. Es fing alles damit an, dass Linda sagte: "Mein Vanillejoghurt schmeckt vanillig." Kurz darauf hieß es dann vom Steffen: "Eier riechen nach Ei!" Und als sei das nicht schon genug, sagte Steffi, als sie sehr gespannt aus einem Busfester starrte: "Gebäude werden rund oder eckig gebaut". - Klar, wie auch sonst. Zum Abschluss meinte Rabea uns noch eine letzte Weißheit mit ins Leben geben zu müssen: "Wenn man die Augen zu macht sieht man nichts mehr"! - Danke Rabea.
Es hat uns allen auf jeden Fall viel Spaß gemacht und wir würden gerne noch einmal fahren.

An dieser Stelle möchte ich auch noch alle Jugendlichen grüßen, die krank oder verhindert waren und deshalb nicht teilnehmen konnten. Wir holen das nach!

Der erste Spinnkurs unter der Leitung von Anna Eppel aus Breidenbach
[geschrieben am 01. März 2005 von Klaus Kamm]

Anna Eppel, Ehrenmitglied im Verein und die zurzeit Einzige, die das Spinnen so richtig beherrscht, hat 9 Personen die Technik des Herstellens von Wolle gezeigt und geduldig viele Ratschläge dazu gegeben. Wir hatten fünf Spinnräder, wovon sich eines als reparaturbedürftig herausstellte.
Nach einer kurzen Einführung gab Anna die Spinnräder frei und wir merkten sofort, wie leicht es ist das Rad verkehrt herum drehen zu lassen. Auch hatten wir keine Schwierigkeiten damit den Faden zu zerreißen oder verdrillen zu lassen.
 
Eine der großen Anfängerschwierigkeiten ist das gleichzeitige Treten und Führen des Wollfadens. Das Handling der Wolle funktioniert anfangs fast gar nicht. Mit zunehmender Sicherheit in der Einhaltung einer gleichmäßigen Radgeschwindigkeit verfeinert sich die Handhabung der weichen, gekämmten Wolle. Man muss mit beiden Händen versuchen nur wenige Fasern, aber auch nicht zu wenige, zu einem sich langsam verdichtenden Faden werden zu lassen. Dieser verschwindet dann fortwährend in der seitlichen Öffnung der Spule und wird zu einem Faden aufgedreht. Mit der Fadenspannung und der Radgeschwindigkeit beeinflusst man die Verdrehung des Gesponnenen. An das spätere Stricken sollte man vorerst nicht denken, denn die ersten Spinnversuche ergeben ein noch sehr ungleichmäßiges Produkt. Es dauert halt einige Zeit, bis einem diese alte Technik unserer Großeltern gleichmäßig durch die Hände gleitet.
 
Ziel dieses Kurses ist die Weitergabe alten Könnens an jüngere Menschen, die diese wohl nur selten einmal in ihrer Freizeit praktizieren werden, aber doch sagen können: "Ich kann spinnen!" Auch mit nur wenig Praxis werden wir Anlernspinner später einmal zeigen wollen, wie man bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts Wolle hergestellt hat. Vor allem auch Kindern erklären können, dass man mit diesem alten Holzgestell, was man Spinnrad nennet, nicht nur "Motorrad fahren" spielen kann. Auch werden wir sagen: "Das hat uns damals die Eppels Anna gezeigt!"
 
Liebe Anna, vielen Dank für deine Mühe und Geduld mit uns.

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Das Landeskindertrachtentreffen 2005 in Hessisch Lichtenau
[geschrieben am 06. Juni 2005 von Jean-Pierre Papstein]

Die Trachtentanzgruppe Breidenbach, Mitglied im HVT [?], ist seit vielen Generationen auf dem jährlich stattfindenden Landeskindertrachtentreffen, dem Vorboten des Hessentages, vertreten.
Dieses Jahr nahm die Kindergruppe [?] aktiv an dem Fest am 28. und 29. Mai teil, bei dem die Pflege des Brauchtums sowie die Kinder- und Jugendarbeit im Mittelpunkt steht. Dazu gehören Auftritte auf verschiedenen Bühnen, ein großes Spiel- und Kulturangebot, sowie ein traditioneller Festumzug. Für die Kindergruppe ist das Landeskindertrachtentreffen kein Neuland mehr, so hat man über die Jahre unter anderem die Erfahrung gesammelt, dass es immer sehr, sehr heiß ist - dieses Jahr auch!
 
Die Les Cheries [?] dürfen, aufgrund ihres Alters, schon länger nicht mehr als Trachtentanzgruppe das Programm des Landeskindertrachtentreffen mitgestalten und den Spaß über das ganze Wochenende mit weiteren 600 Kindern aus vielen verschiedenen Tanz- und Brauchtumsgruppen, weit weg von daheim, genießen. Diese Tatsache hält sie aber nicht davon ab, trotzdem irgendwie dabei zu sein.
Diese Jahr in Hessisch Lichtenau, Austragungsort des Hessentages 2006 [?], wurden die Les Cheries der Trachtentanzgruppe Breidenbach vom BKJ [?] als Helfer und Mitorganisatoren engagiert. Zum zweiten mal konnten sie so auch hinter die Kulissen einer HVT/BKJ-Veranstaltung schauen.
Die Erfahrungen aus sieben vorherigen Landeskindertrachtentreffen [1998 Baunatal, 1999 Hünfeld, 2000 Dietzenbach, 2001 Idstein, 2002 Bad Arolsen, 2003 Heppenheim, 2004 Weilburg] ermöglichten eine gute Zusammenarbeit mit den zuständigen BKJ-Mitarbeitern. Im Gegensatz zu den Trachtengruppen ist die Anreise der Organisatoren schon ein Tag früher. Die Les Cheries machten sich demnach am Freitag, den 27. Mai, bei 32° Grad in Richtung Hessisch Lichtenau, um sich möglichst früh einen Eindruck der Umgebung und der Ausmaße der diesjährigen Veranstaltung zu machen.
Mehrere Schulen auf einem Gelände, in denen die über 600 Kinder untergebracht waren, sorgten für positive Rückmeldungen aller Beteiligten, da sich die Aufsicht übersichtlich gestaltete und man immer alles an einem Ort zur Hand hatte. Auch die Arbeit des Roten Kreuzes und den verschiedenen Feuerwehren der Gemeinde, die Rund um die Uhr vor Ort waren, kam gut an. Die Organisation verlief ohne Komplikationen und Zwischenfälle.
 
Die Sonne, unverändert vom letzen Tag, lies die anreisenden Gruppen am Samstag während ihren ersten Auftritten auf der großen Eröffnungsveranstaltung um 14:00 Uhr auf der Bühne „Kirchplatz“ schon einmal richtig schwitzen. Gleichzeitig zur Eröffnung traten drei Kinder- und Jugendgruppen (u.a. die Kindergruppe der Trachtentanzgruppe Breidenbach) im Festzelt, des parallel stattfindenden Seniorennachmittages, auf. Steffen Spies von der Jugendgruppe [?] der Trachtentanzgruppe Breidenbach sorgte in dem großen und sehr warmen Zelt für die gute Unterhaltung der Senioren und leitete die Besucher durch ein buntes Programm einiger Kindertanzgruppen, mit der Suche nach der Richtigen…
Ein Spielnachmittag auf dem Sportplatz „Heinrichstraße“, in Zusammenarbeit mit der Stadt Hessisch-Lichtenau, bot allen Beteiligten und Gästen sehr viel Spaß und Abwechslung. Zwischenzeitlich genossen viele auch eine kleine Wasserdusche durch den Wasserschlauch, den die BKJ in der brennenden Sonne für die Kinder bereithielt.
 
Am Abend des ersten gemeinsamen Tages boten die Gruppenleiter der einzelnen Gruppen, in Zusammenarbeit mit den Helfern und Verantwortlichen, mehrere, parallel stattfindende Workshops auf dem Schulgelände an. So hatten die Kinder bis circa 23:00 Uhr die Möglichkeit Tanzspiele, Bastel-, Spiel- und Malgruppen, eine Disco u.v.m. zu besuchen. Einige fanden sich aber auch schon zu früher Stunde in den Lehrräumen zum Schlafen ein.
 
Nach einer bedeutend kürzeren Nacht als geplant, stellten sich die Les Cheries am nächsten Morgen schon auf einen anstrengenden Tag ein. Aber auch auf die Kindergruppen kam ein volles Tagesprogramm zu.
Nach dem Frühstück nahmen alle Kinder an einem Gottesdienst und einer Magiervorstellung auf dem Schulgelände teil, bevor sie sich dann, trotz der großen Hitze, in ihren Trachten präsentierten. Der Höhepunkt des Landeskindertrachtentreffens stand kurz bevor. - Ab 14:00 Uhr startete der große Festumzug durch die Innenstadt, an dem sich neben den Trachtengruppen auch örtliche Vereine, Schulen und Kindergärten beteiligten. Besucher aus nah und fern betrachteten den bunten Umzug, der auf dem Sportplatz „Heinrichstraße“ den Beginn der 90-minütige Abschlussveranstaltung einleitete. Mit kulturellem Rahmenprogramm und Ansprachen trafen sich alle Teilnehmer des Landeskindertrachtentreffens zu gemeinsamen Tänzen vor dem Publikum der Stadt.
Gegen 19:00 Uhr verabschiedeten sich dann auch die letzten Teilnehmer und Helfer um die Heimreise anzutreten. Die Les Cheries der Trachtentanzgruppe Breidenbach kamen erschöpft, aber begeistert in ihrer Heimat an, und freuen sich schon auf den Hessentag in Hessisch-Lichtenau (26.05.06 – 04.06.06) und auf das Landeskindertrachtentreffen 2006 in Butzbach, wo wir gerne wieder ein so schönes und gut organisiertes Programm mitgestalten und mit mindestens einer unserer Kindergruppen beteiligt sein werden.
 
Ein besonderer Gruß der Les Cheries geht an den Trachtentanz- und Heimatverein aus Lixfeld!

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Dorffest Breidenbach 2005
[geschrieben am 11. September 2005 von Christina Hoffjann und Jean-Pierre Papstein]

Es war ein besonderer Tag für die „Minis“ [?] der Trachtentanzgruppe Breidenbach, denn ihr erster Auftritt stand vor der Tür. Seit März diesen Jahres wurden die Kinder mit den Gedanken konfrontiert, dass sie bei dem diesjährigen Dorffest ihren ersten Auftritt haben werden. Woche um Woche arbeitete die Gruppe darauf hin geeignete Tänze zu finden. Anfangs wurde unseren „Minis“ das Tanzen auf spielerische Art und Weise beigebracht, doch schon nach den ersten Wochen erkannte man ihr Talent und konnte jederzeit stolz auf ihre Leistungen sein.
 
   Nichts konnte das verhindern
 
„15:15 Uhr: Trachtentanzgruppe Breidenbach ‚Minis’“ stand im Breidenbacher Blättchen. Schon um 14:00 Uhr haben sich die Kinder in ihrer Tracht am Bürgerhaus getroffen und freuten sich auf ihren Auftritt. Bevor es losgehen sollte, hatte die Kindergruppe der Trachtentanzgruppe ebenfalls einen Auftritt, wo unsere Kleinen gespannt zusahen. Dann endlich waren sie an der Reihe. Zusammen mit und Franziska Seemann und Christina Hoffjann haben sich die Kinder aufgestellt und waren sehr aufgeregt. Doch nicht nur sie, sondern auch ihre Gruppen- und Tanzleiter waren aufgeregt. Es ging los. die Melodie der Tip-Schlange erklang und die Gruppe zog ein. Die „Minis“ strahlten über beide Ohren, weil sie sich so an ihrem Auftritt erfreuten.
„Das Wetter bleibt stabil“, waren die Worte von Bürgermeister Werner Reitz während seiner Grußworte, doch irgendwie kam doch alles ganz anderes. Plötzlich fing es an zu regnen. Nach nur wenigen Minuten Tanz zog ein heftiges Gewitter auf und der Erstauftritt musste leider abgebrochen werden. Die Kinder flüchteten auf die Bühne, wo sich auch Ortsvorsteher Peter Seibel vor dem Regen schütze und hofften, dass es nur ein kurzer Schauer sei. Nach längerem warten mussten alle die Hoffnung aufgeben. Es war ein Jammer für unsere Kleinen, weil sie so freudig auf diesen Tag hinarbeiteten.
 
Neben dem Stand der Trachtentanzgruppe Breidenbach, an dem alle Besucher des Dorffestes Kaffee, Waffeln, Pizzabrötchen und Kartoffelkräppel mit Apfelmus bekommen konnten, gab es Zelte und Stände von vielen weiteren Vereinen und Organisation aus Breidenbach, die, dem Wetter entsprechend, den Nachmittag immer wieder für Abwechslung sorgten und ein Programm für alle Zielgruppen boten.
 
   Großes Angebot trotz Gewitter
 
Ein großes Thema in diesem Jahr war die Dorfgeschichte. Zum Einen veröffentlichte Ursula Ostrowski das Buch „Die evangelische Kirche zu Breidenbach“, welches auf die jahrhundertealte Geschichte der Breidenbacher evangelischen Kirche zurückgreift. Zum Anderen wurde das Filmbuch des Arbeitskreises Historik der Trachtentanzgruppe Breidenbach [?] angeboten.
 
Auch zu später Stunde hielt der Regen über Breidenbach nicht inne, was aber vorerst nur wenige daran hinderte sich die gute Laune verderben zu lassen. Das Fest ging noch bis in die frühen Morgenstunden.
 
Die „Minis“, die es an diesem Tag wohl am härtesten getroffen hat, haben sich derweil wieder etwas erholt und marschieren geradewegs auf den nächsten Auftritt zu. Dieser wird am kommenden Sonntag, den 18.09.2005, während der Neuweinweihung der Evangelischen Kirche in Breidenbach [?] stattfinden.
Dann bekommt ihr eure zweite Chance und wir freuen uns jetzt schon drauf!

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